Herz aufgeteilt in eine weiße und rote Fläche

Frauenprojekt Q50


Selbstdarstellung

ein Frauen-Body, daneben dieser Körper skizziert
mit 2 grünen Linien
Unsere längerfristigen Ziele sind,
1. in der Öffentlichkeit zu erreichen, daß wir von anderen Menschen, auch Professionellen, nicht als psychisch kranke Personen betrachtet werden. In unserer Medienarbeit wollen wir uns als "normale" Frauen darstellen, einfach als die Frau von nebenan.
Es soll publiziert werden, daß die Geschlechterdefinition nicht ausschließlich über die äußerlich sichtbaren Genitalien signifikant definiert wird. Die Geschlechterzugehörigkeit sollte sich hauptsächlich nach dem gefühlten Geschlecht richten, da dieses als ersteres im Fötus festgelegt wurde.
2. Diese Tagung soll dazu dienen, die mangelnde Gesundheitsprophylaxe zu optimieren. Indem auf der Tagung Informationen unter uns Frauen und mit sog. Professionellen ausgetauscht und diskutiert werden. Dazu sollen neben unseren eigenen kleinen Forschungen nach Möglichkeit auch kleine Projekte initiiert werden.
3. Stärkung des Selbstbewußtseins und Selbstverständnisses als Frauen und Lesben.

Haltung zur aktuellen medizinischen Lehrmeinung:

Unter dem Einfluß der Psychoanalyse eignete sich die Psychiatrie uns an. Der Medizinbetrieb hat sich darauf eingelassen und sich damit arrangiert.
Unbewiesene Dogmen oktroyierten uns ihre Sichtweise und einen Weg auf, der uns zum gefälligen Mitspielen zwang. Anders als andere Personen mit körperlichen Problemen mußten wir uns psychisch durchleuchten lassen, bevor wir dank den Mitteln der somatischer Medizin mit uns und in der Gesellschaft menschenwürdig leben zu können. Nach der Operation hat die Psychiatrie zwar zum Glück nicht mehr solch Interesse an uns, aber die Weiterbehandlung durch niedergelassene Gynäkologinnen beruht eher auf Mutmaßungen oder Hörensagen als auf ermittelbaren Notwendigkeiten, nicht zuletzt dank unserer vom System für psychiatrisch erklärten Vorgeschichte. Daran hat sich noch nicht viel geändert, obwohl neuere Forschungen eine körperlich manifeste angeborene Verursachung immer plausibler erscheinen läßt.

Konsequenz für das Leben mit dieser Diagnose:

Wir mußten jahrelang in der männlichen Rolle leben und wurden mit teils sehr viel Druck versucht in diese Rolle gedrückt zu werden. Dies wurde nie erreicht, dafür verursachten sie viel Leiden.
Da wir unbedingt unsere notwendige somatische Behandlung haben wollen, bemühen sich alle um möglichst effiziente Strategien zur Bewältigung des aufgenötigten Begutachtungsmarathons. Die Selbsthilfegruppen haben an der Optimierung dieser Strategien einen erheblichen Anteil. 1